Yoga – was ist das genau und wie beginne ich damit?

Yoga ist in den letzten Jahren zu einem echten Trend geworden: Nach wie vor ist die uralte Lehre für viele Menschen ein Synonym für Fitness, Gesundheit, Entspannung und seelischen Ausgleich. Yoga kann viele Vorteile mit sich bringen: Man fühlt sich energiegeladener, ausgeglichener und voller Lebensfreude. Wer bislang noch keine Erfahrung damit hat, kann als Yoga für Anfänger das Hatha Yoga ausprobieren, welches sich aus einfachen Atem- und Körper- sowie Meditationsübungen zusammensetzt. Auch die Ernährung und natürlich eine positive Denkweise spielen hier eine Rolle.
Eine andere Form ist Yoga Vidya, das ganzheitliche Yoga, welches der ganzen Persönlichkeit zugute kommt. Es ist am besten, beim Yoga für zu Hause mit einfachen Asanas – so werden die Yoga Übungen genannt – zu beginnen, um einen nicht zu schweren Einstieg zu finden.

Yoga für zu Hause: Wie wirkt sich Yoga auf Körper und Geist aus?

Beim Yoga handelt es sich um ein Übungssystem, welches sowohl auf Körper, Seele und Geist positive Wirkungen ausübt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen dies. So versteht es sich fast von selbst, dass viele Krankenkassen sich an den Kosten eines Yoga-Kurses beteiligen. Die Vorteile, die Yoga mit sich bringt, sind dabei sehr vielfältig: Man fühlt sich entspannter und gelassener, kann Rücken- und Gelenkschmerzen reduzieren und auch Schulterverspannungen lösen. Auch der Geist profitiert davon: Klareres Denken, eine bessere Konzentration und ein gestärktes Immunsystem sind nur wenige der vielen angenehmen Auswirkungen.

Bereits mit einer einzigen Yoga-Stunde pro Woche kann man die positive Wirkung erfahren. Wer möchte, kann natürlich auch in seinen Alltag einfache Entspannungs- und Atemübungen integrieren. Nach einiger Zeit mit regelmäßigen Yoga-Übungen wird man feststellen, dass sich auch weitere Lebensbereiche verändern: Die Kreativität, die geistige Intuition und die Wahrnehmung für den eigenen Körper verbessern sich.

Was passiert in einer klassischen Yogastunde?

Die klassische Yogastunde dauert zwischen 60 und 90 Minuten und beginnt in der Regel mit einigen einfachen Atem- und Entspannungsübungen. Diese dienen dazu, die körpereigene Energie zu aktivieren und den Körper mit dem Geist in Einklang zu bringen. Zudem haben Atemübungen die Funktion, das Lungenvolumen zu trainieren, was insgesamt zu einer optimierten Sauerstoffversorgung des Körpers führt. Danach folgen Übungen zum Aufwärmen sowie Yoga-Stellungen, welche zum Hauptteil einer Yogastunde zählen. Dazu zählt unter anderem der bekannte Sonnengruß, welcher die Energien im Körper ebenfalls aktiviert.

Beim Ausführungen der Yoga Übungen ist es besonders wichtig, diese langsam und bewusst auszuführen, indem man gleichmäßig und tief aus dem Bauch heraus atmet. Anschließend werden die Bewegungen wieder sanft gelöst. Den Abschluss bilden Entspannungsübungen zur Beruhigung, nach denen man mit frischer Energie gestärkt in den Alltag zurückkehren kann.

Yoga für Anfänger – die passenden Asanas für Einsteiger

Eine klassische Übung zum Aufwärmen des Körpers ist der Sonnengruß. Hier wechselt man mehrmals die Position und bereitet seinen Körper somit hervorragend auf weitere Asanas vor. Der erste Schritt dabei ist, die Hände vor den Brustkorb zu legen und bewusst auszuatmen. Nun atmen Sie ein, heben die Arme senkrecht nach oben und strecken die Schulterblätter mit hinauf. Führen Sie die Schulterblätter zusammen und spannen Sie die Gesäßmuskulatur an. Nun folgt das Ausatmen, während dem Sie den Oberkörper langsam und kontrolliert nach unten beugen und die Hände den Boden berühren.
Atmen Sie ein, strecken Sie das linke bein nach hinten und setzen Sie den Fuß auf. Das rechte Bein strecken Sie und richten den Oberkörper auf. Wiederholen Sie diese Bewegung auch auf der anderen Seite. Atmen Sie ein, gehen Sie langsam zurück in die Ausgangsposition, strecken Sie die Arme erneut über den Kopf, atmen Sie aus.
Diese Übung wird am besten bis zu drei Mal wiederholt, um die Muskeln optimal auf das weitere Training vorzubereiten. Der Sonnengruß hat den Sinn, den Körper zu dehnen, das Heiz-Kreislauf-System in Schwung zu bringen und bringt ebenso die Seele in einen harmonischen Einklang mit dem Körper.

Eine weitere, nicht allzu schwierige Übung für Einsteiger des Yoga ist das Dreieck.
Hierbei starten Sie mit einer Grätschposition der Beine. Drehen Sie den rechten Fuß nach außen und heben Sie den rechten Arm zur Seite auf Höhe der Schulter an. Strecken Sie ihn aus, die Handflächen zeigen nach unten. Legen Sie den linken Handrücken seitlich auf den unteren Rücken.
Sie atmen aus und neigen den Oberkörper etwas zur rechten Seite, während Sie die rechte Hand neben Ihrem rechten Knie ablegen. Neigen Sie den Oberkörper noch etwas weiter und strecken Sie dabei den linken Arm senkrecht in die Höhe. Der Blick zeigt zur Decke.
Halten Sie diese Position für 20 Sekunden und wiederholen Sie dieselben Bewegungen auf der anderen Seite.
Das Dreieck kräftigt sowohl die Rücken- als auch die Po- und Beinmuskulatur unseres Körpers, gleichzeitig profitiert auch unsere Seele davon: Sie erdet uns, bringt den Geist in eine ausgeglichene Harmonie und stärkt das Selbstvertrauen.

Ganz egal, wie Sie auch beginnen – Yoga wird Ihnen dabei helfen, Körper und Geist optimal in Einklang zu bringen.

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